5.3.16

Wieder Zeit für einen kleinen Plausch.................

............... genauer genommen einen "Samstagsplausch", oder eher ein trauriges Resumè........

Leider bin ich oft nicht schnell genug, und es ist dann schon wieder Sonntag oder gar Montag, wenn es mir wieder einfällt. Oder ich weiß auch nicht, was ich schreiben soll, denn soooo produktiv ist meine Woche oft gar nicht..............

Diesmal habe ich mal kurz ein Logo "geklaut"............., aus Facebook, was aber zum neuen Aushängeschild meiner Wahlheimatstadt werden soll.

 Dieses Gemäuer ist eine alte, normannische Burg aus dem 12. Jahrhundert (nicht zu vergleichen mit deutschen Burgen), welches auf der höchsten Stelle der Stadt "tront", und auch gleichzeitig das Wahrzeichen ist.
Die Apfelsinen darunter sind ein Symbol dafür, wovon die Gegend hier bis jetzt gelebt hat........... Richtig, dem Anbau von Orangen, genauer gesagt Blutorangen.
Leider ist der europäische Markt mittlerweile so schlecht für uns geworden, daß man lieber Orangen aus Nordafrika kauft als unsere leckeren Früchte. Und dementsprechend lohnt sich der Anbau nur noch für die ganz großen unter den Anbauern. Die kleineren, so wie wir das mal waren, sind froh wenn sie ihre Plantage noch einigermaßen gut verkaufen können..............., wenn auch mit erheblichem Verlust. Leider will die auch niemand mehr haben, und die meisten bleiben einfach drauf sitzen.
Leider ist das furchtbar schade, denn es gab eine Zeit, da konnte man wunderbar von einer kleinen, vielleicht 1 Hektar großen Plantage leben. Im Sommer baute man sich Gemüse an, ein paar andere Obstbäume und die Familie wurde satt......... 
Zwischen den Reihen standen einige Olivenbäume, die den Bedarf der Familie an sehr gutem und frischen Olivenöl gedeckt hat, und der Überschuß konnte verkauft werden. 
Wer glücklicher Besitzer einer Plantage war, konnte sich und seiner Familie sogar ein Haus davon bauen..........., na ja, so nach und nach.
Heute ist es leider so, wenn man eine kleine Plantage hat, besteht die Gefahr, daß man sein Haus verkaufen muß, um die Kosten zu tragen, also ein absolutes Verlustgeschäft................. 
Oder man modelt alles um, ändert den Anbau, und hat vielleicht Glück, sich damit über Wasser zu halten. Aber für die meisten ist sowas auch nur noch eine Art Zeitvertreib, denn ohne einen festen Job, kann man davon schon lange nicht  mehr leben.
Für diejenigen, die unsere Plantage gekauft haben, sind die Orangen nur ein kleines Nebenprodukt, denn sie benutzen den etwas größeren Garten als Wochenendhäuschen und Schrebergarten..........
Das macht mich zwar traurig, aber ändern kann ich daran nichts. 


http://kaminrot.blogspot.it/



Kommentare:

  1. Danke für deinen Kommentar bei mir.
    Also bei mir gibt es zurzeit jeden Tag Blutorangen aus Sizilien als Vitaminspender. Eigentlich schade, dass alles nur noch in Massen rentieren soll. Der Trend zum kleinen Individuellen zeichnet sich aber ab.
    L G Pia

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  2. Ich glaube so geht es allen Kleinen. Sie können kaum überleben.
    Und die Leute kaufen lieber günstiger und gucken kaum noch nach Qualität. Meistens sind die Früchte aus Afrika so hübsch aber schmecken nicht mehr. Schade drum.
    Ich freue mich immer von dir beim Samstagsplausch zu lesen.
    Liebe Grüße
    Andrea

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  3. Die kleinen werden von den grossen gefressen. Ich wünsche mir eine andere Welt. lg Regula

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  4. Ach Mensch, das ist so traurig zu lesen. Aber ich glaube tatsächlich, dass das weltweit eine Folge der Globalisierung ist, die sich kaum aufhalten lässt.

    LG,
    Hadassa

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Lieben Dank für deinen Kommentar auf meinem Blog "Liebe Grüße aus Sizilien".

Baci, Monika